Informationen zum Thema Schulsport Volley@School

 

 

Positive Resonanz auf Lehrer-Fortbildung

30 Teilnehmer bei Maßnahme "Mini-Volleyball im Schulsport" am 24. April in Minden Minden.

Mit 30 Teilnehmern aus allen Schulen und Schulformen des Kreisgebietes Minden-Lübbecke mehr als gut besucht war die Lehrer-Forbildung "Mini-Volleyball im Schulsport" des Volleyball-Kreises Minden-Ravensberg unter der Leitung des Volleyball-Kreisvorsitzenden Peter Mehwald und der Jugendbeauftragten des Westdeutschen Volleyball-Verbandes, Stefanie Tophoven, am 24. April in der Sporthalle des Otto-Michelsohn-Zentrums in Minden. Tags zuvor hatten bereits 18 Teilnehmer der gleichen Weiterbildungsmaßnahme für die Lehrer des Kreises Herford in Bünde beigewohnt.

Die Weiterbildung zielt darauf hin, den Volleyballsport bereits den Kindern im Grundschulalter spielerisch näher zu bringen und sie mit verschiedenen Anregungen für das Volleyball spielen zu gewinnen. "Es wird Zeit, dass sich der Nachwuchs wieder verstärkt für Volleyball interessiert und wir auf lange Sicht hin auch wieder spielstarke Schulmannschaften besitzen", betonte Kreischef Peter Mehwald bei seiner Begrüßung. Danach übernahm Stefanie Tophoven die Maßnahme. Nach einer persönlichen Vorstellung und einer theoretischen Einführung wurden die Teilnehmer danach in unterschiedlichen Stilformen praktisch geschult. So stand im motorischen Bereich die Vermittlung möglichst vieler Erfahrungen, wie unterschiedliche Bälle (Indiacas, Federbälle, Badebälle, Luftballons, Weichbälle, Schulvolleybälle) alleine und mit anderen gemeinsam volley gespielt werden können, im Mittelpunkt. Zentrale Intention war die Verbesserung grundlegender Wahrnehmungsfähigkeiten wie etwa Antizipationsfähigkeit, schneller Wechsel der Aufmerksamkeit und angemessenes Reagieren auf unterschiedliche Signale.

Der taktische Schwerpunkt lag im Spielen mit- und gegeneinander sowie in der Vermittlung der Einsicht, dass ein genaues Zuspiel wesentlich für das Gelingen einer Aktion ist. Darüber hinaus sollen die Schüler in ersten Ansätzen aus Beobachtungen der Spielsituation Handlungsalternativen ableiten.

Eine Erweiterung der Sozialkompetenz soll vor allem zum selbständigen Finden von Problemlösungen bei unbefriedigendem Spielverlauf und zur gegenseitigen Unterstützung beim Üben und Spielen erreicht werden.

Die Lehrer wurden geschult, folgende Kompetenzerwartungen von den Schülern nach drei Unterrichtseinheiten erfüllt zu bekommen: 1) Die Schüler kennen die Bedeutung von "volley spielen" und können mit unterschiedlcihen Bällen volley spielen. 2) Sie entwickeln, realisieren und modifizieren in Verbindung mit mit dem Volley-Spielen eigene Spielideen mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen (z. B. Spielräume, Schwierigkeitsgrad, Spielerzahl, Regelvorhaben). 3) Sie kennen den Unterschied zwischen mit einander und gegeneinander spielen. Ein gemeinsamer Imbiss rundete die gelungene Fortbildung ab.

 

Peter Mehwald in Diskussion
Erklärung der Aufgabenstellung
Peter Mehwald und Stefanie Tophoven
Stefanie Tophoven gibt Tipps
Praktische Übungen sorgten für viel gute Laune
Peter Mehwald erklärt...
Stefanie Tophoven verdeutlicht den Anspruch
Praktische Übung mit Ball
Geschik und Spaß als Triebfeder

Volleyball in der Schule -

lehrplangerecht, attraktiv und sicher vermitteln

Die Ausschüsse für den Schulsport der Kreise Herford und Minden-Lübbecke führen in Kooperation mit dem Westdeutschen Volleyball-Verband und dem Volleyballkreis Minden-Ravensberg eine Lehrerfortbildung zum Thema "Mini-Volleyball im Schulsport" durch.

Termine: Di., 23.4.2013, 13:00 bis ca. 16:00 Uhr 
               (Sporthalle Realschule Bünde-Nord, Ringstr.)

               Mi., 24.4.2013, 13:00 bis ca. 16:00 Uhr 
               (Otto-Michelsohn-Sportzentrum, Minden, Parkstr.)

Grundlage für die Fortbildung ist die Broschüre

"Handreichung für den Sportunterricht ab der Primarstufe"
mit begleitendem Videomaterial
4. verbesserte Auflage
Herausgeber: Westdeutscher Volleyball-Verband e.V.

Die Handreichung thematisiert das Volleyballspiel in Unterrichts-vorhaben unter den leitenden Pädagogischen Perspektiven

  • Wahrnehmungsfähigkeit fördern, Bewegungserfahrungen erweitern
  • Kooperieren, wettkämpfen und sich verständigen
  • Das Leisten erfahren, verstehen und einschätzen

Die Fortbildung richtet sich an (Sport-)Lehrerinnen und (Sport-)Lehrer der Primar- und Orientierungsstufe Sek I. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer benötigen keine volleyballspezifischen Vorerfahrungen. Es wird ausdrücklich begrüßt, wenn sich auch fachfremd unterrichtende Kolleginnen und Kollegen anmelden.

Nach einer theoretischen Einführung zur Konzeption der Handreichung sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer praktische Erfahrungen mit dem "Volley"-Spielen von Bällen sammeln, eigene Spielideen entwickeln und Spiel- und Übungsformen kennen lernen mit der Zielsetzung, ein Klassen- bzw. Schulturnier zu organisieren.

Alle Details zur Anmeldung hier...

 

Volleyball grundschulgerecht vermitteln

In reger Diskussion: (von rechts) Peter Mehwald, Volker Diepold, Gerda Sassmanhausen und Sylvia Kroll
Daumen hoch für den Volleyball in den Grundschulen hieß es bei der Sport-Tagung in Hüllhorst. MT-Foto: Thomas Kühlmann

Tagung zur Nachwuchs-Gewinnung und -Förderung in Hüllhorst / Kooperationen zwischen Schulen und Klubs
Von Thomas Kühlmann

Minden/Hüllhorst (mt). Das Nachwuchs-Problem in den Sportvereinen wird nicht nur durch den demografischen Wandel immer größer. Der Ganztag an den Schulen entpuppt sich mehr und mehr als „schleichende Konkurrenz“ für die Klubs.
Auch die Volleyballer des Kreises Minden-Ravensberg verzeichnen regelmäßig rückläufige Mitgliederzahlen im Jugendbereich. Um diesem Trend entgegen zu wirken, haben Franz-Josef Bathen, der Vizepräsident und gleichzeitig Schulsportbeauftragte des Westdeutschen Volleyball-Verbandes, sowie Stefanie Tophoven, Fachkraft für die Jugend im WVV, im Rahmen einer Tagung in der Wiehentherme in Hüllhorst Lösungsvorschläge unterbreitet.
Peter Mehwald, Vorsitzender des Volleyball-Kreises Minden-Ravensberg, einige seiner Vorstandskollegen, Vertreter der Kreissportbünde Minden und Herford, Sportlehrer verschiedener Schulformen sowie Vereinstrainer zeigten sich angetan von den Konzepten, den Volleyball auch für jüngere Anfänger attraktiv und altersgerecht zu vermitteln.

Kooperationen unverzichtbar
Laut Bathen sind Kooperationen von Schule und Sportvereinen heutzutage unverzichtbar, um die persönliche Förderung des Kindes auf eine breite Grundlage zu stellen und zu gewährleisten, dass diese auch dauerhaft und kontinuierlich verlaufen kann. „Momentan gibt es zwei Formen der Kooperation, und zwar das Projekt volley [at] school im Grundschulbereich sowie die Partnerschule des Volleyballsports für weiterführende Lehreinrichtungen, die allerdings eine ganze Reihe von Grundbedingungen zur Auflage hat“, sagte Bathen, dem, ebenso wie den anwesenden Gesprächsteilnehmern, der Bereich Grundschule besonders am Herzen liegt.
Bedingung für eine Kooperation: die Schule muss einen Kooperations-Verein oder der Verein eine Kooperations-Schule finden. Dann muss eine regelmäßige AG eingerichtet werden, die von einem Vereinstrainer geleitet wird. Der Westdeutsche Volleyball-Verband unterstützt diese AG mit einem monatlichen Zuschuss für den Übungsleiter und stattet die Schule mit einem Ballpaket sowie den Verein mit einem Organisationspaket aus. Zudem stellt der Verband für die ersten Übungsstunden eine Verbandslehrkraft zur Verfügung.
Ist dieser Klubtrainer im Idealfall auch Lehrer an der entsprechenden Schule, ist die beste Grundlage für eine fruchtbare Zusammenarbeit gelegt. Auch hier leistet der Verband Hilfestellung, indem er die Sportkolleginnen und -kollegen kostenlos fortbildet. Am Ende eines jeden Schuljahres ist ein schulinternes oder sogar schulübergreifendes Turnier vorgesehen. Bei der Durchführung dieses Turniers leistet der Verband auch hier finanzielle Hilfe.
Sucht ein Verein eine Schule zur Zusammenarbeit, so kann er dies über die Koordinierungsstellen im Ganztag, über den Kreissportbund, die Berater im Schulsport, durch einen persönlichen Kontakt zur Schule oder durch einen Rundbrief erreichen. Die Schule findet bei ihrer Suche nach einem kooperierenden Volleyball-Verein beim Westdeutschen Volleyball-Verband offene Ohren und wird an entsprechende Klubs in der Umgebung verwiesen.
Bislang ist lediglich der MTV Minden eine solche Kooperation mit der Hohenstaufenschule Minden eingegangen. Zum Vergleich: die Stadt Paderborn hat mehr als zehn Zusammenarbeiten zwischen Schulen und Volleyballvereinen – Tendenz steigend.
Zur Klarstellung muss allerdings hier hinzugefügt werden, dass der 1. VC Minden im Rahmen des Landesprogramms "Talentsichtung und Talentförderung" seit vielen Jahren Kooperationen mit zahlreichen Mindener Schulen im Bereich der Primar- und der Sekundarstufe I/II unterhält. Diese Gruppen werden durch das Projekt "Volley [at] school" nicht erfasst.

Start mit stark vereinfachten Regeln
Um den Kindern die nicht einfach zu erlernende Sportart Volleyball auch kindgerecht zu vermitteln, wird beim „volley [at] school“-Modell mit stark vereinfachten Regeln und mit zwei, durch Pflichteinwechslungen bis zu sechs, Aktiven auf kleineren Spielfeldern agiert. „Die Jungen und Mädchen sollen so früh wie möglich zum Spielen animiert werden und sich nicht lange mit Theorie-Übungen aufhalten müssen“, schwärmte Bathen von dem Projekt.
Dem pflichtete Peter Mehwald, Vorsitzender des Volleyball-Kreises Minden-Ravensberg, bei. Ein Turnier im Rahmen des „volley [at] school“-Projektes erweckte im Jahr 2010 in Minden bei den teilnehmenden Schülern (26 Mannschaften) und Lehrern große Begeisterung. Allerdings blieben nachhaltige Erfolge in Bezug auf die Eingliederung ambitionierter und talentierter Kinder in die Vereine danach größtenteils aus.
Bei der Tagung waren sich Mehwald und die Lehrer-Vertreter aus verschiedenen Schulen daher einig, solch eine Veranstaltung auf jeden Fall  zu wiederholen, um eventuell auch mögliche Kooperationen einzufädeln. Mehwald: " Ich kann mir vorstellen, dass daraus auf Grundschulebene eine Turnierserie entsteht und dass damit in der Sekundarstufe die Zahl der Schulmannschaften für den Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" endlich wieder steigt ." Stefanie Tophoven, Jugendfachkraft des Westdeutschen Volleyball-Verbandes, kommentierte diese Ankündigung mit glänzenden Augen: "Der Verband tut alles dafür, dass diese Vision für uns alle nicht nur ein Traum bleibt."

wvv-volleyball.de/schulsport

 

Teilnehmer der Tagung


„Volleyball im Schulsport“
Für den Westdeutschen Volleyball-Verband: Franz-Josef Bathen (Schulsportbeauftragter und Vizepräsident), Stefanie Tophoven (Jugendfachkraft Geschäftsstelle Dortmund)

Für die Kreissportbünde: Philipp Knappmeyer (Sportreferent „NRW bewegt seine Kinder“ beim KSB Minden-Lübbecke), Andreas Blume (Sportreferent „NRW bewegt seine Kinder“ KSB Herford)

Für den Volleyballkreis Minden-Ravensberg: Peter Mehwald (1. Vorsitzender), Volker Diepold (2. Vorsitzender und Bezirksspielwart Westfalen-Ost), Ute Kröger (Schulsportbeauftragte), Sarah-Louisa Kelle (Jugendwartin), Hans-Jörg Kolbow (Lehrwart)

Für die Lehrerschaft: Gerda Sassmannshausen (Hans-Lüken-Grundschule Windheim) Jutta von Hören (Grundschule Eidinghausen), Peggy Knollmann (Grundschulverbund Werste-Wulferdingsen), Kevin Eckardt (Gymnasium Petershagen), Simon Stegmann (Ratsgymnasium Minden)

Für die Vereinstrainer: Silvia Kroll (TV Levern), Yuri Chabrouski (1. VC Minden)

Für die Berater im Schulsport: die eingeladenen Vertreter waren alle durch Dienstveranstaltungen verhindert; das Treffen wird nachgeholt